Ein Welpe zieht ein und plötzlich ist nichts mehr sicher: Schuhe, Möbel, Teppiche und sogar Fernbedienungen fallen den kleinen Zähnen zum Opfer. Viele Hundebesitzer stehen vor der Herausforderung, dass ihr Welpe alles kaputt macht. Doch keine Sorge, dieses Verhalten ist ganz normal. Es gibt effektive Wege, wie du deinen Welpen davon abhalten kannst, alles zu zerstören – und wie ihr gemeinsam entspannt durch diese turbulente Zeit kommt.
In diesem Ratgeber erfährst du, warum Welpen Dinge zerstören, wie du unerwünschtes Verhalten verhinderst und was du tun kannst, wenn dein Welpe bereits Schaden angerichtet hat. Du bekommst praktische Tipps, erfährst, wie du deinen Hund sinnvoll beschäftigst, und welche Fehler du vermeiden solltest.
Viele Welpenprobleme lassen sich im Alltag sofort entschärfen.
Mit den richtigen Hilfsmitteln wird der Umgang mit deinem Welpen deutlich entspannter.
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Welpen sind neugierig, verspielt und voller Energie. Ihre Welt ist neu und spannend, und sie entdecken sie mit allen Sinnen – besonders mit ihrem Maul. Wenn dein Welpe alles anknabbert, hat das meist folgende Gründe:
1. Zahnen
Zwischen dem dritten und dem sechsten Lebensmonat beginnt das Zahnen. In dieser Zeit fallen die Milchzähne aus und das bleibende Gebiss wächst nach. Das kann unangenehm oder sogar schmerzhaft sein. Dein Welpe sucht nach Möglichkeiten, diesen Druck zu lindern – und das geht am besten, indem er auf etwas herumkaut.
2. Neugier und Erkundungsverhalten
Welpen lernen durch Ausprobieren. Sie wollen alles anfassen, riechen und schmecken. Was für dich nach Zerstörung aussieht, ist für deinen Hund eine Entdeckungsreise. Besonders neue oder unbekannte Gegenstände sind sehr spannend.
3. Langeweile und Unterforderung
Wenn ein Welpe nicht genug beschäftigt wird, sucht er sich eigene Aufgaben. Kauen, zerren und zerstören werden dann schnell zu Lieblingsbeschäftigungen. Besonders intelligente oder aktive Rassen brauchen viel Beschäftigung.
4. Trennungsangst und Stress
Manche Welpen reagieren auf Stress, Unsicherheit oder das Alleinsein mit Zerstörungswut. Wenn du mehr zu diesem Thema wissen möchtest, findest du auf Welpe Allein Lassen hilfreiche Tipps.
5. Fehlende Grenzen und Erziehung
Ein Welpe muss erst lernen, was erlaubt ist und was nicht. Ohne klare Regeln und Konsequenz weiß er nicht, dass er bestimmte Dinge nicht zerstören soll.
Was tun, wenn der Welpe alles kaputt macht?

Es gibt verschiedene Strategien, um das Zerstörungsverhalten deines Welpen in den Griff zu bekommen. Wichtig ist, dass du geduldig, konsequent und liebevoll bleibst.
1. Wohnung sicher machen
Entferne alles, was dein Welpe zerstören könnte oder was für ihn gefährlich ist. Dazu gehören:
- Schuhe, Kleidung, Taschen
- Ladekabel und Elektrogeräte
- Reinigungsmittel, Medikamente und Pflanzen (viele sind giftig!)
- Wertgegenstände und persönliche Dinge
Räume Dinge außer Reichweite oder nutze Kindersicherungen und Absperrgitter.
2. Geeignetes Kau- und Spielzeug anbieten
Stelle deinem Welpen verschiedene Kauspielzeuge zur Verfügung. Besonders während des Zahnens helfen spezielle Kauartikel, den Druck zu lindern. Wechsel das Spielzeug regelmäßig aus, damit es spannend bleibt. Achte darauf, dass das Spielzeug sicher und für Welpen geeignet ist.
Wenn dein Welpe an unerlaubten Gegenständen kaut, biete ihm stattdessen ein Spielzeug an. Lobe ihn, wenn er es annimmt.
3. Konsequente Erziehung
Es ist wichtig, deinem Welpen klare Grenzen zu setzen. Wenn er etwas Unerlaubtes ins Maul nimmt, reagiere sofort mit einem kurzen, bestimmten „Nein“ oder „Aus“. Nimm ihm den Gegenstand ruhig ab und gib ihm eine Alternative.
Achte darauf, nicht laut zu werden oder deinen Welpen zu bestrafen. Bleibe ruhig und wiederhole das Training konsequent.
Weitere Tipps zur Erziehung findest du auf Welpenprobleme.
4. Ausreichend Bewegung und Beschäftigung
Ein ausgeglichener Welpe ist weniger zerstörerisch. Sorge für genügend Spaziergänge, Spielzeiten und geistige Beschäftigung. Intelligenzspielzeuge oder Schnüffelspiele sind ideal, um deinen Hund auszulasten.
Bedenke: Ein müder Welpe ist ein glücklicher Welpe.
5. Trennungsangst und Stress vermeiden
Lass deinen Welpen nicht zu lange allein und gewöhne ihn langsam daran. Wenn er aus Unsicherheit alles kaputt macht, arbeite an seiner Selbstsicherheit und gib ihm Geborgenheit. Lies dazu mehr auf Welpe Schlaeft Nachts Nicht, um zu verstehen, wie du deinem Hund Sicherheit gibst.
6. Fehler vermeiden
Werde nicht laut, wütend oder handgreiflich. Das zerstört das Vertrauen deines Hundes und verschlimmert das Problem. Auch das spätere Schimpfen bringt nichts, da dein Welpe den Zusammenhang nicht versteht.
7. Sofortmaßnahmen bei Zerstörung
Findest du deinen Welpen auf frischer Tat, unterbrich ihn ruhig und biete ihm ein passendes Spielzeug an. Entferne zerstörte Gegenstände sofort. Achte darauf, dass dein Welpe keine Kleinteile verschluckt – das kann gefährlich werden.
Typische Zerstörungsopfer und wie du sie schützt
Welpen sind erfinderisch, wenn es darum geht, Dinge zu zerstören. Hier einige typische Opfer und Tipps zum Schutz:
Schuhe und Kleidung
Bewahre Schuhe und Kleidung immer in Schränken oder auf erhöhten Regalen auf. Nutze Schuhregale mit Türen oder Boxen, die dein Welpe nicht öffnen kann.
Möbel und Teppiche
Holzbeine von Tischen und Stühlen werden gerne angekaut. Nutze spezielle Anti-Kau-Sprays oder umwickle die Beine vorübergehend mit Alufolie – das mögen die meisten Hunde nicht.
Teppiche und Läufer solltest du in der Anfangszeit, wenn möglich, wegräumen oder gegen waschbare Modelle austauschen.
Kabel und Elektrogeräte
Kabel am besten hinter Möbeln verstecken oder mit Kabelkanälen sichern. Es gibt auch spezielle Bitterschutzmittel für Kabel, die Hunde vom Kauen abhalten.
Papier, Bücher und Zeitungen
Stelle Papierkörbe außer Reichweite und räume Bücher in Regale, die dein Welpe nicht erreichen kann.
Wie lange dauert die Zerstörungsphase beim Welpen?
Die Phase, in der Welpen alles anknabbern, dauert meist bis zum Zahnwechsel (ca. 6 Monate). Mit konsequenter Erziehung und Beschäftigung wird das Verhalten nach und nach weniger. Einige Hunde behalten das Kaubedürfnis jedoch länger – besonders, wenn sie nicht genug ausgelastet werden.
Wenn dein Welpe auch nach dem Zahnwechsel noch regelmäßig Dinge zerstört, solltest du Ursachen wie Langeweile, Stress oder fehlende Erziehung genauer betrachten.
Beschäftigungsideen für zerstörungswütige Welpen
Langweilige Hunde werden schnell kreativ, was das Zerstören angeht. Hier einige Ideen, wie du deinen Welpen sinnvoll beschäftigen kannst:
- Intelligenzspielzeuge: Suchspiele, Futterbälle oder Schnüffelteppiche aktivieren den Kopf.
- Kauartikel: Rinderhaut, Büffelhaut oder spezielle Welpenknochen sind ideal.
- Zerrspiele: Mit robusten Seil-Spielzeugen kannst du die Beißhemmung trainieren und tolle gemeinsame Zeit verbringen.
- Tricktraining: Bringe deinem Welpen einfache Tricks wie „Sitz“, „Platz“ oder „Rolle“ bei.
- Spaziergänge und Erkundungstouren: Neue Umgebungen machen müde und zufrieden.
- Sozialisierung mit anderen Hunden: In Welpenschulen oder beim Spaziergang lernt dein Hund, sich richtig auszutoben.
Weitere Beschäftigungstipps findest du auf Welpe Bellt Staendig – denn auch ein gelangweilter Welpe bellt und zerstört gern.
Wenn dein Welpe im Alltag für Stress sorgt, willst du vor allem eins: Ruhe und Kontrolle zurück.
In diesem Training lernst du Schritt für Schritt, wie dein Welpe zuverlässig hört und sich entspannt verhält – ohne Druck und ohne Chaos.
Viele merken schon nach kurzer Zeit, wie viel ruhiger und ausgeglichener ihr Welpe wird.
3 kostenlose Trainingstipps ansehen →Was tun, wenn der Welpe Sachen zerstört, wenn niemand da ist?
Viele Welpen zerstören Dinge vor allem dann, wenn sie allein sind. Das kann ein Zeichen für Trennungsangst oder Langeweile sein. So kannst du vorbeugen:
- Alleinbleiben langsam üben: Steigere die Zeit, in der dein Welpe allein ist, schrittweise.
- Welpensichere Umgebung schaffen: Räume alle gefährlichen oder wertvollen Gegenstände weg.
- Beschäftigung hinterlassen: Gib deinem Welpen ein besonderes Kauspielzeug oder einen mit Futter gefüllten Kong, wenn du gehst.
- Rückkehr ruhig gestalten: Mache kein großes Aufhebens bei deiner Rückkehr, damit dein Hund lernt, dass Alleinsein normal ist.
Mehr dazu findest du auf Welpe Allein Lassen.
Was tun, wenn der Welpe in die Wohnung pinkelt UND alles kaputt macht?
Viele Welpenbesitzer stehen vor dem doppelten Problem: Der Hund macht Dinge kaputt und ist noch nicht stubenrein. Zwei häufige Ursachen sind mangelnde Auslastung und fehlende Routine. Sorge für einen festen Tagesablauf mit regelmäßigem Gassi gehen und festen Fütterungszeiten. Tipps, wie du das Pinkeln in den Griff bekommst, findest du auf Welpe Pinkelt In Die Wohnung.
Was tun, wenn der Welpe nicht auf seinen Namen hört?
Hört dein Welpe nicht auf seinen Namen, kann das die Erziehung und das Stoppen von Zerstörungsverhalten erschweren. Wie du das Rückruftraining aufbaust, liest du auf Welpe Hoert Nicht Auf Seinen Namen.
Besonderheiten bei bestimmten Rassen
Manche Rassen sind besonders kaulustig oder haben ein großes Bedürfnis nach Beschäftigung. Dazu gehören zum Beispiel Labradore, Retriever, Border Collies und Jack Russell Terrier. Bei diesen Hunden ist es besonders wichtig, früh mit Erziehung und sinnvoller Beschäftigung zu beginnen.
Wann solltest du professionelle Hilfe suchen?
Wenn dein Welpe trotz aller Maßnahmen weiterhin massiv Dinge zerstört, sehr ängstlich oder aggressiv ist, kann es sinnvoll sein, einen Hundetrainer oder eine Hundeschule aufzusuchen. Auch bei Anzeichen von Trennungsangst oder wenn dein Hund Dinge frisst, die gefährlich sind (z.B. Steine, Socken, Plastik), solltest du professionelle Unterstützung holen.
Auf Wikipedia findest du weitere Informationen zum Thema Trennungsangst bei Hunden.
Umweltfreundliche Alternativen zu herkömmlichen Anti-Kau-Sprays

Viele Anti-Kau-Sprays enthalten chemische Zusätze. Wenn du eine umweltfreundliche Alternative suchst, kannst du z.B. Apfelessig oder Zitronensaft verwenden. Diese sind für Hunde ungefährlich, schmecken aber bitter.
Achte darauf, die Mittel zuerst an einer kleinen Stelle zu testen, um Schäden an Möbeln zu vermeiden. Weitere Tipps zur Haustiersicherheit findest du bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.
Warum ist Konsequenz so wichtig?
Konsequenz ist das A und O in der Welpenerziehung. Wenn du heute schimpfst, morgen aber zulässt, dass dein Welpe am Sofa kaut, versteht er nicht, was du von ihm willst. Setze klare Regeln und halte dich daran. Je klarer und ruhiger du kommunizierst, desto schneller wird dein Hund lernen.
Wie du deinem Welpen das Beißen in die Hände abgewöhnst
Viele Welpen beißen nicht nur Gegenstände, sondern auch in Hände und Füße. Das ist ein normales Spielverhalten, sollte aber frühzeitig gelenkt werden. Brich das Spiel ab, wenn dein Welpe zu fest zubeißt, und biete ihm stattdessen ein Spielzeug an. Ausführliche Tipps dazu gibt es auf Welpe Beisst Staendig In Haende.
Die Rolle der richtigen Ernährung
Eine ausgewogene Ernährung sorgt für ein gesundes Wachstum und kann das Kaubedürfnis beeinflussen. Achte darauf, hochwertiges Futter zu geben und Kausnacks nicht zu überdosieren. Informationen zur richtigen Welpenernährung findest du bei Tierschutzbund.
Hundeschule – lohnt sich das?
Der Besuch einer Hundeschule ist besonders für Ersthundebesitzer empfehlenswert. Dort lernt dein Welpe nicht nur Grundkommandos, sondern auch, wie er sich in verschiedenen Situationen richtig verhält. Außerdem bekommst du als Halter wertvolle Tipps und Unterstützung.
Weitere Informationen zur Auswahl einer guten Hundeschule findest du bei TASSO e.V..
Key Takeaways
- Welpen machen Dinge kaputt, weil sie zahnen, neugierig sind oder sich langweilen
- Sichere deine Wohnung und biete geeignetes Spielzeug an
- Konsequente, liebevolle Erziehung ist entscheidend
- Viel Bewegung und geistige Beschäftigung beugen Langeweile vor
- Bei anhaltenden Problemen oder Unsicherheiten hole dir professionelle Unterstützung
FAQ
Warum macht mein Welpe alles kaputt?
Welpen zerstören Dinge meist aus Neugier, Langeweile oder weil sie zahnen. Es ist ein normales Verhalten, das aber durch Erziehung und ausreichende Beschäftigung gelenkt werden kann.
Was kann ich tun, wenn mein Welpe ständig Dinge anknabbert?
Biete deinem Welpen verschiedene, sichere Kauspielzeuge an und lenke ihn konsequent von unerlaubten Gegenständen ab. Räume Gefahrenquellen weg und sorge für viel Beschäftigung.
Ab wann hört mein Welpe auf, alles kaputt zu machen?
In der Regel lässt das Kaubedürfnis nach dem Zahnwechsel (ca. 6 Monate) nach. Mit guter Erziehung und Auslastung wird das Verhalten schneller weniger.
Ist es sinnvoll, meinen Welpen zu bestrafen, wenn er etwas kaputt gemacht hat?
Nein, Bestrafung – besonders im Nachhinein – bringt nichts und schadet dem Vertrauensverhältnis. Besser ist es, unerwünschtes Verhalten frühzeitig zu unterbrechen und Alternativen anzubieten.
Mein Welpe zerstört Dinge nur, wenn er allein ist – was tun?
Beginne mit dem Training zum Alleinbleiben in kleinen Schritten, sichere die Umgebung und hinterlasse Kauspielzeug zur Beschäftigung. Bei anhaltenden Problemen kann eine Hundeschule helfen.
Welche Gegenstände sollte ich besonders schützen?
Schütze Schuhe, Kleidung, Kabel, Möbel, Teppiche und alles, was deinem Welpen gefährlich werden könnte. Räume solche Dinge außer Reichweite oder sichere sie mit Abwehrmitteln.
Fazit
Wenn dein Welpe alles kaputt macht, ist das zunächst völlig normal. Mit Geduld, Konsequenz und den richtigen Maßnahmen kannst du deinem Hund beibringen, was erlaubt ist und was nicht. Sichere deine Wohnung, biete ausreichend Beschäftigung und bleibe ruhig und liebevoll in der Erziehung. So wird aus deinem kleinen Zerstörer bald ein entspannter Begleiter, mit dem du viele glückliche Jahre verbringen kannst.
So bekommst du Welpenprobleme in den Griff:
- Schnelle Unterstützung im Alltag durch Zubehör
- Nachhaltige Lösung durch gezieltes Training