Viele Hundebesitzer erleben es: Der kleine Welpe war in den ersten Wochen aufmerksam, kam sofort angelaufen, wenn du ihn gerufen hast, und wollte alles richtig machen. Doch plötzlich, mit etwa 18 Wochen, scheint dein junger Hund dich gar nicht mehr zu hören. Du rufst seinen Namen, doch er reagiert kaum oder gar nicht. Was steckt hinter diesem Verhalten und wie kannst du richtig damit umgehen? In diesem Artikel erfährst du, warum dein Welpe mit 18 Wochen nicht mehr hört, was du dagegen tun kannst und wie du wieder eine gute Kommunikation aufbaust.
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Hilfreiches Welpenzubehör entdecken →Warum hört mein 18 Wochen alter Welpe plötzlich nicht mehr?
Wenn dein Welpe 18 Wochen alt ist und nicht mehr auf dich hört, kann das mehrere Ursachen haben. In diesem Alter befindet sich dein Hund mitten in einer wichtigen Entwicklungsphase. Die sogenannte Junghundphase oder Pubertät beginnt meist zwischen dem vierten und sechsten Monat. In dieser Zeit testen viele Hunde ihre Grenzen aus und wollen ihre Umwelt auf eigene Faust erkunden.
Auch wenn es so wirkt, als ob dein Welpe dich plötzlich absichtlich ignoriert, ist das meistens nicht der Fall. Vielmehr ist sein Gehirn gerade dabei, viele neue Eindrücke zu verarbeiten, Hormone spielen verrückt und die Konzentration lässt oft nach. Das ist ganz normal und gehört zum Erwachsenwerden deines Hundes dazu.
Typische Anzeichen für die „Taubheit“ beim Welpen
Viele Hundebesitzer berichten davon, dass ihr Welpe plötzlich:
- Nicht mehr auf seinen Namen hört
- Draußen alles andere spannender findet als dich
- Kommandos ignoriert, die er zuvor sicher ausführen konnte
- Auf Rückruf nicht reagiert
- Eigene Wege geht und dich dabei einfach stehen lässt
Falls du dich in diesen Punkten wiedererkennst, bist du nicht allein. Wichtig ist, jetzt ruhig zu bleiben und konsequent weiter zu trainieren.
Was kannst du tun, wenn dein Welpe nicht mehr hört?
Es gibt verschiedene Strategien, um die Kommunikation mit deinem Welpen in dieser Phase zu verbessern. Die folgenden Tipps helfen dir, gelassen und effektiv mit der Situation umzugehen:
1. Geduld und Verständnis
Zunächst einmal: Bleibe ruhig und habe Geduld. Dein Welpe ist nicht „ungehorsam“ oder „stur“, sondern steckt in einer Entwicklungsphase. Auch wenn es manchmal anstrengend ist, bringt Schimpfen oder Strafen nichts, sondern verschlechtert oft das Vertrauensverhältnis.
2. Training auffrischen und wiederholen
Wiederhole regelmäßig die Grundkommandos wie „Sitz“, „Platz“ oder „Komm“. Übe diese in ablenkungsarmer Umgebung, damit dein Welpe sich besser konzentrieren kann. Erhöhe den Schwierigkeitsgrad langsam und lobe deinen Hund ausgiebig, wenn er richtig reagiert.
Hier findest du wertvolle Tipps, falls dein Welpe nicht auf seinen Namen hört.
3. Rückruf gezielt trainieren
Der Rückruf ist eines der wichtigsten Kommandos überhaupt. Beginne in ruhiger Umgebung, zum Beispiel im Wohnzimmer oder im eingezäunten Garten. Verwende ein besonderes Signalwort und belohne deinen Hund immer, wenn er zu dir kommt. Steigere nach und nach den Schwierigkeitsgrad.
Weitere Hilfestellungen bietet dir auch unser Artikel zum Welpe hört nicht auf seinen Namen.
4. Bindung stärken
Verbringe viel Zeit mit deinem Hund, spiele mit ihm, kuschele und gehe gemeinsame Spaziergänge. Eine enge Bindung sorgt dafür, dass dein Welpe gerne mit dir zusammenarbeitet und auf dich achtet.
5. Ablenkungen kontrollieren
Mit 18 Wochen entdeckt dein Welpe die Welt. Überall gibt es neue Gerüche, Geräusche und Bewegungen, die ihn ablenken. Versuche, Trainingseinheiten zunächst an ruhigen Orten zu machen und die Ablenkung langsam zu steigern.
6. Konsequenz im Alltag
Sei klar und konsequent in deinen Ansagen, aber immer freundlich. Wiederhole Kommandos nicht zu oft, sondern gib deinem Hund Zeit zu reagieren. Belohne erwünschtes Verhalten sofort, damit dein Welpe versteht, was du von ihm willst.
Häufige Probleme und passende Lösungen
Neben dem Nachlassen des Gehorsams treten in dieser Zeit oft weitere Probleme auf. Vielleicht kennst du das auch: Dein Welpe pinkelt in die Wohnung, bellt ständig oder macht alles kaputt. Diese Verhaltensweisen sind ebenfalls typisch für dieses Alter und lassen sich mit Geduld und Training gut in den Griff bekommen.
Wenn du wissen möchtest, wie du deinen Welpen allein lassen kannst, ohne dass er jault oder Unsinn macht, findest du auf dieser Seite viele Tipps.
Häufige Fehler beim Training mit Junghunden
Viele Besitzer machen unbewusst Fehler, wenn ihr Welpe in die Pubertät kommt. Dazu gehören:
- Zu hohe Erwartungen: Denke daran, dass dein Hund noch sehr jung ist.
- Strafen oder grobe Methoden: Diese verschlechtern die Beziehung zu deinem Hund.
- Zu wenig Abwechslung im Training: Gestalte das Training spannend und abwechslungsreich.
- Unregelmäßiges Üben: Übe regelmäßig, auch wenn es nur wenige Minuten am Tag sind.
Ein abwechslungsreiches Training findest du z.B. auch auf Tierschutzbund.de.
Wenn dein Welpe im Alltag für Stress sorgt, willst du vor allem eins: Ruhe und Kontrolle zurück.
In diesem Training lernst du Schritt für Schritt, wie dein Welpe zuverlässig hört und sich entspannt verhält – ohne Druck und ohne Chaos.
Viele merken schon nach kurzer Zeit, wie viel ruhiger und ausgeglichener ihr Welpe wird.
3 kostenlose Trainingstipps ansehen →Wann solltest du dir Sorgen machen?
In seltenen Fällen kann es vorkommen, dass ein Welpe tatsächlich ein Hörproblem hat. Wenn dein Hund gar nicht mehr auf Geräusche reagiert, auch nicht bei lauten Tönen oder Klatschen, dann solltest du einen Tierarzt aufsuchen, um eine medizinische Ursache auszuschließen. Meist liegt die „Taubheit“ jedoch an der Entwicklungsphase und ist vorübergehend.
Weitere Informationen zum Thema Hundegesundheit findest du auch auf Bundesverband Praktizierender Tierärzte.
Wie lange dauert die Phase, in der der Welpe nicht hört?
Die Phase, in der dein Welpe scheinbar taub auf den Ohren ist, dauert in der Regel nur einige Wochen bis Monate. Mit konsequentem Training, Geduld und positiver Verstärkung legt sich dieses Verhalten wieder. Viele Hunde werden mit etwa einem Jahr deutlich ruhiger und höriger.
Weitere typische Probleme in der Pubertät und ihre Lösungen
Neben der „selektiven Taubheit“ gibt es noch weitere Herausforderungen in dieser Zeit:
- Dein Welpe bellt ständig? Hier hilft gezieltes Training, um das Bellen in den Griff zu bekommen.
- Dein Welpe macht alles kaputt? Sorge für ausreichend Beschäftigung und sichere Kauartikel.
- Dein Welpe beißt? Dann lies unsere Tipps zum Welpen Beißen abgewöhnen.
Viele weitere nützliche Informationen rund um das Thema findest du auf der Übersichtsseite von welpenprobleme.de.
Key Takeaways
- Die „Taubheit“ deines Welpen mit 18 Wochen ist meist eine normale Entwicklungsphase.
- Geduld, Konsequenz und regelmäßiges Training helfen, diese Zeit gut zu überstehen.
- Die Bindung zu deinem Hund ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Kommunikation.
- Beginne das Training in ruhigen Umgebungen und steigere nach und nach die Ablenkung.
- Belohne deinen Welpen immer, wenn er richtig reagiert.
- Bei Verdacht auf ein echtes Hörproblem sollte ein Tierarzt konsultiert werden.
FAQ
Warum hört mein Welpe mit 18 Wochen nicht mehr?
In diesem Alter befindet sich dein Welpe in der Pubertät. Er testet Grenzen aus, ist leicht ablenkbar und sein Gehirn verarbeitet viele neue Eindrücke. Das führt oft dazu, dass er Kommandos scheinbar ignoriert. Mit Geduld und Training legt sich dieses Verhalten meist wieder.
Wie kann ich meinen Welpen dazu bringen, wieder auf mich zu hören?
Wiederhole die Grundkommandos in ablenkungsarmer Umgebung, trainiere regelmäßig und lobe deinen Welpen für erwünschtes Verhalten. Eine enge Bindung und positive Verstärkung sind hier der Schlüssel.
Ist mein Welpe stur oder testet er nur seine Grenzen?
Dein Welpe ist nicht stur, sondern entwickelt sich weiter und lernt, selbstständiger zu werden. Das Testen von Grenzen ist normal und zeigt, dass dein Hund eigenständig denkt. Bleibe konsequent und freundlich.
Was mache ich, wenn mein Welpe gar nicht mehr auf seinen Namen hört?
Trainiere den Rückruf gezielt, am besten mit Leckerli und viel Lob. Verwende immer das gleiche Signalwort und beginne in ruhiger Umgebung. Tipps dazu findest du hier.
Kann mein Welpe wirklich taub sein?
Es ist selten, aber möglich, dass ein Hund ein Hörproblem hat. Reagiert dein Welpe auch auf laute Geräusche nicht, suche einen Tierarzt auf. In den meisten Fällen handelt es sich aber um eine Phase, die wieder vorbeigeht.
Wie lange dauert die Phase, in der der Welpe nicht hört?
Diese Phase hält meist einige Wochen bis Monate an. Mit Geduld, regelmäßigem Training und einer guten Bindung legt sich das Verhalten in der Regel von selbst.
Fazit
Die Phase, in der dein Welpe mit 18 Wochen nicht mehr hört, ist eine ganz normale Entwicklungsstufe. Sie fordert dich als Hundehalter, bietet aber auch die Chance, die Bindung zu deinem Hund zu stärken und gemeinsam zu wachsen. Mit Geduld, Konsequenz und positiver Verstärkung meisterst du diese Herausforderung sicher. Weitere hilfreiche Tipps findest du auf welpenprobleme.de sowie bei Tasso e.V. und auf Wikipedia – Hundeerziehung.
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