Dein Welpe schläft nachts nicht und hält dich und vielleicht auch den Rest des Haushalts wach? Damit bist du nicht allein. Viele Welpenbesitzer stehen vor genau diesem Problem, wenn ein kleiner Vierbeiner neu einzieht. Der Schlafrhythmus eines Welpen unterscheidet sich stark von dem eines erwachsenen Hundes, und die Umstellung auf das neue Zuhause kann für Unruhe sorgen. In diesem Artikel erfährst du, warum dein Welpe nachts nicht schläft, welche Ursachen dahinterstecken können und wie du deinem Hund und dir selbst zu mehr Nachtruhe verhilfst.
Viele Welpenprobleme lassen sich im Alltag sofort entschärfen.
Mit den richtigen Hilfsmitteln wird der Umgang mit deinem Welpen deutlich entspannter.
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Die ersten Nächte mit einem Welpen sind oft anstrengend. Viele Besitzer berichten, dass ihr Welpe nachts nicht zur Ruhe kommt, fiept, bellt oder sogar herumläuft. Das ist völlig normal, aber auch anstrengend. Wenn du weißt, warum dein Welpe nachts nicht schläft, kannst du gezielt gegensteuern.
Trennungsangst und neue Umgebung
Welpen werden oft im Alter von acht bis zwölf Wochen von ihrer Mutter und den Geschwistern getrennt. Die neue Umgebung ist für sie ungewohnt, alles riecht anders, die Geräusche sind fremd und die vertrauten Bezugspersonen fehlen. Diese plötzliche Umstellung kann beim Welpen zu Trennungsangst führen, was sich nachts durch Unruhe, Winseln oder gelegentliches Jaulen äußern kann.
Unregelmäßiger Schlafrhythmus
Welpen haben noch keinen festen Tag-Nacht-Rhythmus. Sie schlafen zwar viel, aber oft in kurzen Etappen über den Tag verteilt. Nachts sind sie daher manchmal munter, wenn du eigentlich schlafen möchtest.
Harndrang und Verdauung
Der kleine Hundekörper kann noch nicht so lange einhalten wie ein erwachsener Hund. Viele Welpen müssen nachts ein- oder mehrmals raus, um sich zu lösen. Wenn der Welpe nachts nicht schläft, sondern unruhig ist, kann es sein, dass er auf die Toilette muss. Mehr Infos dazu findest du im Artikel Welpe Pinkelt In Die Wohnung.
Überreizung oder Langeweile
Zu viele Eindrücke am Tag oder zu wenig Auslastung können ebenfalls dazu führen, dass dein Welpe nachts nicht zur Ruhe kommt. Ein übermüdeter Welpe kann sich manchmal schwer entspannen und findet nur schwer in den Schlaf.
Schmerzen oder gesundheitliche Probleme
Manchmal steckt hinter der nächtlichen Unruhe auch ein gesundheitliches Problem. Schmerzen, Magen-Darm-Beschwerden oder Parasiten können dazu führen, dass dein Welpe nicht schlafen kann.
Wie viel Schlaf braucht ein Welpe?

Welpen schlafen insgesamt etwa 18 bis 20 Stunden pro Tag. Dieser Schlaf verteilt sich jedoch auf viele kurze Schlafphasen. Nachts kann ein Welpe selten durchschlafen, sondern wacht meistens 1–3 Mal auf. Es ist wichtig, deinem Welpen ausreichend Gelegenheit zum Schlafen zu geben und ihn tagsüber nicht zu überfordern.
Tipps: Was tun, wenn der Welpe nachts nicht schläft?
Es gibt verschiedene Strategien, mit denen du deinem Welpen helfen kannst, nachts besser zu schlafen. Viele dieser Tipps kannst du sofort umsetzen.
1. Feste und ruhige Schlafumgebung schaffen
Richte deinem Welpen einen festen Schlafplatz ein. Am besten eignet sich eine kuschelige Hundebox oder ein Hundebett an einem ruhigen Ort, fernab von Zugluft und Lärm. Ein weiches Kuscheltier oder ein getragenes T-Shirt von dir kann beruhigend wirken, weil es vertraut riecht.
2. Nachts Nähe spenden
Gerade in den ersten Nächten hilft es, wenn der Welpe nicht ganz allein schlafen muss. Stelle das Körbchen oder die Box neben dein Bett. So merkt dein Welpe, dass du in der Nähe bist, und fühlt sich sicherer. Viele Halter berichten, dass sich der Welpe dadurch schneller beruhigt.
3. Abendroutine einführen
Führe eine feste Abendroutine ein, um deinem Welpen zu zeigen, dass jetzt Schlafenszeit ist. Das kann ein kurzer Spaziergang, Kuscheln oder eine ruhige Beschäftigung sein. Vermeide wildes Spielen oder aufregende Aktivitäten kurz vor dem Schlafengehen.
4. Letztes Gassigehen vor dem Schlafen
Geh mit deinem Welpen kurz vor dem Schlafengehen noch einmal raus, damit er sich lösen kann. So minimierst du die Wahrscheinlichkeit, dass er nachts wach wird, weil er raus muss. Lies auch unseren Artikel Welpe Pinkelt In Die Wohnung für Tipps zur Stubenreinheit.
5. Futterzeiten anpassen
Achte darauf, dass dein Welpe abends nicht zu spät frisst. Ideal ist das letzte Futter etwa 2–3 Stunden vor der Nachtruhe. So kann er sich vor dem Schlafengehen noch einmal lösen und schläft ruhiger.
6. Geduld und Verständnis
Erwarte nicht, dass dein Welpe sofort durchschläft. Es ist normal, dass er in den ersten Wochen nachts mehrfach wach wird. Geduld ist hier besonders wichtig. Schimpfe nicht, wenn er dich nachts weckt, sondern begleite ihn ruhig und liebevoll.
7. Wenig Reaktion bei nächtlicher Unruhe
Wenn dein Welpe nachts aufwacht und fiept, solltest du möglichst ruhig bleiben und keine große Aufmerksamkeit schenken. Geh nur raus, wenn es wirklich nötig ist (z.B. zum Lösen). So lernt der Welpe, dass nachts Schlafenszeit ist und keine Action stattfindet.
8. Kuscheltiere und Wärmequellen
Manche Welpen beruhigen sich besser, wenn sie ein warmes Kuscheltier oder eine Wärmflasche im Körbchen haben. Es gibt spezielle Plüschtiere mit „Herzschlag“-Imitation, die an die Mutter erinnern und Sicherheit geben.
9. Tagsüber für Ruhephasen sorgen
Achte auch tagsüber darauf, dass dein Welpe genug schläft. Übermüdung kann dazu führen, dass er nachts unruhig ist. Plane regelmäßige Pausen und sorge dafür, dass er nicht ständig bespaßt wird.
10. Stubenreinheit unterstützen
Viele Welpen werden nachts unruhig, weil sie sich lösen müssen. Hilfreiche Tipps zur Stubenreinheit findest du auf Welpenprobleme.
Was tun bei anhaltender nächtlicher Unruhe?
Wenn dein Welpe auch nach einigen Wochen noch jede Nacht wach ist, lohnt sich ein genauerer Blick auf mögliche Ursachen. Beobachte, ob es Anzeichen für gesundheitliche Probleme gibt, wie Durchfall, Erbrechen, auffälliges Kratzen oder Lahmheit. In solchen Fällen solltest du einen Tierarzt aufsuchen.
Manchmal zeigen Welpen auch Verhaltensauffälligkeiten wie übermäßiges Beißen. Wenn dein Welpe häufig in die Hände beißt, kann das ein Zeichen für Stress oder Überforderung sein. Lies dazu auch Welpe Beisst Staendig In Haende.
Häufige Fehler: Was du vermeiden solltest
- Welpe ignorieren, wenn er wirklich raus muss: Wenn dein Welpe unruhig ist, weil er sich lösen muss, solltest du ihn nicht ignorieren. Sonst kann es schnell zu einem Malheur kommen.
- Zu viel Aufmerksamkeit nachts: Wer nachts ausgiebig mit dem Welpen spielt, bringt ihn erst recht in Schwung. Halte die Kontakte nachts ruhig und kurz.
- Ungeeigneter Schlafplatz: Ein zu lauter, zugiger oder unbequemer Schlafplatz kann den Schlaf stören.
- Falsches Timing bei Fütterung: Wer seinen Welpen spät abends füttert, riskiert nächtlichen Harndrang.
Wenn dein Welpe im Alltag für Stress sorgt, willst du vor allem eins: Ruhe und Kontrolle zurück.
In diesem Training lernst du Schritt für Schritt, wie dein Welpe zuverlässig hört und sich entspannt verhält – ohne Druck und ohne Chaos.
Viele merken schon nach kurzer Zeit, wie viel ruhiger und ausgeglichener ihr Welpe wird.
3 kostenlose Trainingstipps ansehen →Wann gewöhnt sich der Welpe an die Nacht?
In den meisten Fällen dauert es einige Wochen, bis sich der Welpe an den Tag-Nacht-Rhythmus gewöhnt hat. Mit Geduld, einer klaren Routine und liebevoller Konsequenz werden die Nächte schnell ruhiger. Manche Welpen schlafen schon nach wenigen Tagen besser, andere brauchen mehrere Wochen.
Unterstützung durch Hilfsmittel
Es gibt verschiedene Produkte, die dir helfen können, deinem Welpen die Eingewöhnung zu erleichtern:
- Hundebox: Gibt Sicherheit und begrenzt den Bewegungsradius.
- Kuscheltiere mit Herzschlag: Imitieren das Gefühl, bei den Geschwistern zu liegen.
- Wärmflasche: Wärmt das Körbchen angenehm vor.
- Beruhigende Musik: Sanfte Musik oder Naturgeräusche können den Schlaf fördern.
Weitere Tipps zu typischen Welpenproblemen findest du auf der Infoseite Welpenprobleme.
Den Tag mit dem Welpen richtig gestalten
Ein strukturierter Tagesablauf hilft deinem Welpen, die Nacht besser zu meistern. Hier einige Empfehlungen:
- Morgens: Nach dem Aufwachen direkt raus zum Lösen, danach Fütterung und eine kleine Spieleinheit.
- Tagsüber: Wechsel zwischen Spiel, kleinen Spaziergängen und Ruhephasen. Welpen brauchen viel Schlaf!
- Abends: Gegen Abend wird das Spiel ruhiger, es gibt keine aufregenden Aktivitäten mehr.
- Nachts: Letztes Lösen, ruhige Atmosphäre, keine Ablenkungen.
Wann ist professionelle Hilfe nötig?

Wenn dein Welpe über einen längeren Zeitraum jede Nacht unruhig ist und keine Besserung eintritt, solltest du das Gespräch mit einem Tierarzt oder Hundetrainer suchen. Besonders, wenn gesundheitliche Probleme, starke Angst oder aggressives Verhalten auftreten, ist professionelle Unterstützung hilfreich.
Weiterführende Ressourcen und Links
Für noch mehr Hintergrundwissen rund um Hundeschlaf und Welpenerziehung findest du hilfreiche Artikel auf Wikipedia über Hundeschlaf und American Kennel Club: Puppy Sleep Patterns. Tipps zum Umgang mit Trennungsangst gibt es auch auf Tierärzte ohne Grenzen.
Key Takeaways
- Welpen schlafen nachts oft unruhig, weil sie sich erst an das neue Zuhause gewöhnen müssen.
- Eine feste Schlafroutine, ein sicherer Schlafplatz und Nähe zum Menschen helfen bei der Eingewöhnung.
- Stubenreinheit und richtige Fütterungszeiten wirken sich positiv auf den Nachtschlaf aus.
- Übermüdung oder zu viel Aufregung am Tag können ebenfalls zu Schlafproblemen führen.
- Geduld und liebevolle Konsequenz sind der Schlüssel zu ruhigen Nächten mit deinem Welpen.
- Bei anhaltender Unruhe oder Verdacht auf gesundheitliche Probleme sollte ein Tierarzt hinzugezogen werden.
FAQ
Warum schläft mein Welpe nachts nicht durch?
Welpen müssen sich erst an einen festen Tag-Nacht-Rhythmus gewöhnen. Sie sind oft unruhig, weil sie die neue Umgebung noch nicht kennen, ihre Bezugspersonen vermissen oder nachts Harndrang verspüren. Mit Geduld und einer klaren Routine lernt dein Welpe jedoch nach und nach, nachts besser zu schlafen.
Was kann ich tun, wenn mein Welpe nachts ständig fiept?
Fiept dein Welpe nachts, kann das verschiedene Gründe haben: Angst, Einsamkeit oder Harndrang. Bleibe ruhig, gib ihm Sicherheit und bringe ihn nach draußen, wenn er sich lösen muss. Vermeide es, nachts ausgiebig mit ihm zu spielen oder viel Aufmerksamkeit zu schenken, damit er lernt, dass nachts Schlafenszeit ist.
Wie lange dauert es, bis ein Welpe nachts durchschläft?
Die meisten Welpen schlafen nach wenigen Wochen besser und wachen nachts nur noch selten auf. Die genaue Dauer hängt vom individuellen Hund, der Rasse und der Tagesgestaltung ab. Mit einer guten Routine und viel Geduld kannst du den Prozess beschleunigen.
Sollte ich meinen Welpen nachts in mein Schlafzimmer lassen?
Gerade in den ersten Nächten ist es hilfreich, wenn der Welpe in deiner Nähe schläft, zum Beispiel im Schlafzimmer. So fühlt er sich sicherer und beruhigt sich schneller. Später kannst du den Schlafplatz langsam an den gewünschten Ort verlegen.
Was tun, wenn der Welpe nachts in die Wohnung pinkelt?
Wenn dein Welpe nachts in die Wohnung macht, hat er wahrscheinlich seinen Harndrang noch nicht kontrollieren gelernt. Geh vor dem Schlafengehen unbedingt noch einmal mit ihm raus. Lese auch unseren Artikel Welpe Pinkelt In Die Wohnung für weitere Hilfestellungen.
Kann ich meinem Welpen etwas geben, das ihn nachts beruhigt?
Es gibt spezielle Kuscheltiere mit Herzschlag oder Wärmflaschen, die an das Nestgefühl erinnern. Auch ein getragenes Kleidungsstück von dir kann beruhigend wirken. Achte aber darauf, keine gefährlichen Gegenstände ins Körbchen zu legen und lass deinen Welpen nicht unbeaufsichtigt mit kleinen Teilen.
Fazit
Die ersten Nächte mit einem Welpen können fordernd sein, doch mit Geduld, Verständnis und einer durchdachten Routine wird sich dein junger Hund bald an die Nachtruhe gewöhnen. Nutze die Tipps aus diesem Artikel, um deinem Vierbeiner und dir selbst zu mehr Schlaf und Entspannung zu verhelfen. Wenn du mehr über typische Welpenprobleme erfahren möchtest, findest du auf Welpenprobleme zahlreiche weitere hilfreiche Artikel und Tipps.
So bekommst du Welpenprobleme in den Griff:
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